Durchgehende Nachtruhe

Eine kleine Zwei-Zimmer- Wohnung, Küche, Diele und Bad im Norden der Stadt. Sie ist sechsundsiebzig. Er, ein zarter alter Mann von 79 Jahren, setzt sich lächelnd zu mir, reibt sich ununterbrochen die schmalen, sauberen Hände, die seine Frau ihm soeben gründlich gewaschen hat. Wir sprechen über die Sonne, den Balkon. Dort sei es schön, bis er „eins auf den Deckel“ bekäme, sagt er und schaut dabei zwinkernd zu seiner Frau, die das Gespräch übernimmt und erzählt, dass er schon immer gern solche Witze gemacht habe. Vor acht Jahren wurde bei ihrem Mann Alzheimer diagnostiziert. Bis zu seiner Rente war er in der Verwaltung eines nahegelegenen Betriebes beschäftigt. Immer wieder steht er auf, geht ins Bad. Man hört die Toilettenspülung, dann den Wasserhahn. Durch seine Demenzerkrankung leidet er unter einer zerebralen Harninkontinenz. Der allmähliche Verlust der Fähigkeit, seinen Harndrang kontrollieren zu können, machte sich vor etwa vier Jahren zum ersten Mal bemerkbar.
familie„Das ist nicht wegzubekommen“, sagt seine Frau, „das kommt vom Kopf“. Besonders schwierig ist für sie, dass nun auch noch eine Stuhlinkontinenz hinzukommt, die von Tag zu Tag schlimmer wird. Einen normalen Alltag gibt es in ihrem Leben nicht mehr. Tag und Nacht wandert der von seinem ständigen Harn- und Stuhldrang gepeinigte alte Mann auf die Toilette. Er ist immer unterwegs. Oft mit seinem Rollator.
„Er geht aufs Klo, dann geht er wieder ins Bett, dann geht er wieder aufs Klo, dann muss ich ihn wieder aus dem Wohnzimmer holen, weil er sich dann auf das Sofa gelegt hat, weil er sein Bett nicht findet. Er vergisst oft, wie man die Toilette benutzt, weiß nicht mehr, wie man mit Toilettenpapier umgeht, verbraucht mehrere Rollen am Tag, wirft sowohl das benutzte als auch das unbenutzte Papier überall hin, wäscht sich die Hände manchmal so lange, bis sie entzündet sind, lässt das Wasser ewig laufen, dann wieder wäscht er sich die beschmutzten Hände gar nicht und streift sie stattdessen an der Garderobe, an den Wänden oder auch am Handtuch ab. Dann zeigt er sie mir immer wie ein kleines Kind und hat sie gar nicht gewaschen“.
Auch eine durchgehende Nachtruhe kennt sie schon seit Jahren nicht mehr. Trotzdem steht sie jeden Morgen gegen 7.00 Uhr auf. Als erstes geht sie ins Badezimmer (mit der einzigen Toilette in der kleinen Wohnung). Oft muss sie es zunächst wieder in einen benutzbaren Ort zurückverwandeln. Dann versucht sie sich zu waschen, was nicht immer einfach ist, denn „in der Zeit war er schon wieder drei Mal auf dem Klo“. Anschließend setzt sie sich hin, um die Zeitung zu lesen. Gegen 8.30 Uhr steht er auf. Sie lässt ihn sich rasieren, dann rasiert sie nach und duscht ihn.
„Ja, was soll der denn morgens machen? Waschen? Das ist ja für mich keine Arbeit, das ist ja so einfach, das Schlimme ist diese Lauferei. Der schmeißt das Klopapier überall hin! Welche Hilfe soll ich da annehmen?“
Sie war immer Hausfrau. Eine Hausfrau im Hauptberuf oder anders ausgedrückt, eine Hausfrau alter Schule, die ihr Selbstverständnis im Wesentlichen daraus bezog, alles, „vom Speicher bis zum Keller“ selber machen und putzen zu können, sagt die 76Jährige und ist stolz darauf, keine Hilfe annehmen zu müssen. „Das lasse ich mir nicht nehmen“. An dieser Aussage wird deutlich, wie wichtig ihr die Eigenständigkeit ist.

Traumberuf: Texterin

Ich arbeite selbstständig zu Hause, bin dazu noch zweifache Mutter und habe also immer viel zu tun. Für meine Kunden muss ich immer erreichbar sein, von daher kann ich nie während der Bürozeiten weit weg. Daher ist mein Schnurlostelefon mein ständiger Begleiter. Es hat eine Reichweite bis auf unserem Hof, unserer Terrasse und auch ein kurzer Ausflug zu unseren Nachbarn – die unsere Freunde sind – hält die Verbindung stand.
Ich liebe es, dass ich so mit meinem Kind in den Ferien im Sand buddeln kann, bis ein Kunde anruft. Und wenn im Sommer wir bei unseren Freunden – den Nachbarn, wie bereits bemerkt – am Abend auf der Terrasse sitzen und ein Glas Wein trinken, dann habe ich immer noch Empfang, wenn mal ein Kunde anruft.

Wichtiges Büro-Untesil: Das Schnurlose Telefon

altes-telefonWenn ich überlege, was ich tun würde, wenn es das schnurlose Telefon nicht gäbe, kann ich nur sagen, dass mein Leben dann ganz schön langweilig wäre. Ich müsste ja quasi den ganzen tag im Büro verbringen – wie schrecklich! Es ist schön, dass man in so einer Zeit lebt, wo es so tolle Möglichkeiten gibt.
Ich denke, mein Beispiel zeigt gut auf, wie mobil man sein kann, wenn man ein schnurloses Telefon besitzt. Meine Freundin hat – kaum zu glauben – immer noch ein sehr altes Telefon. Wenn sie mal auf einen Anruf wartet, muss sie wirklich neben dem Telefon sitzen, weil es auch gar nicht so laut ist, dass sie es in den anderen Räumen hören würde. Sie ist irgendwie sentimental und mag dieses alte Telefon mit der Wählscheibe. Ich habe mein Telefon mit Schnur direkt entsorgt, als die schnurlosen Telefone auf den Markt kamen. So etwas würde mir auch nicht mehr ins Haus kommen. Ich kann gleichzeitig für mein Kind, für meine Freunde und für meine Kunden da sein. Besser geht es gar nicht und mein Leben ist so viel schöner.

Rufumleitung immer wichtiger

Daher bin ich auch froh, dass diese neuen Telefone auch die Möglichkeit mit sich bringen, einen Anruf umzuleiten, wenn ich mal gar keine Lust habe, zu Hause zu sein. Dank iPad und Anrufumleitung aufs Handy, kann ich auch so alle Kundenwünschen notieren und mich dann später an die Arbeit machen. Als Texterin ist dies überhaupt kein Problem. Viele Leute beneiden mich um meinen Beruf, weil ich eben so flexibel bin!